Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts ergriffen einige Mitglieder aus dem Ruhrgebiet die Initiative um eine Regionalgruppe Ruhrgebiet zu gründen.

 

Im Jahr 1992 war es dann so weit. Erst traf man sich in unregelmäßigen Abständen in Dortmund, dann aber wurde im Revierpark Nienhausen in Gelsenkirchen ein brauchbarer Raum gefunden, der für Projektionen geeignet war. In Eigenarbeit wurden zur Verdunklung der Oberlichter Blenden hergestellt. Jetzt war es möglich, dass die Termine für das Treffen auf das Wochenende gelegt wurden. Die vorherigen Treffen fanden innerhalb der Woche abends statt und waren für die berufstätigen Mitglieder etwas kritisch.  Die Treffen in Gelsenkirchen begannen ab 14:00 Uhr und mussten um 18:00 Uhr beendet sein. Leider bekamen die Leiter des Revierparks Nienhausen Anfang des Jahres 2000 den Auftrag Vermietungen wirtschaftlich zu gestalten. Die Kosten wurden für unsere Gruppe allmählich nicht mehr tragbar, so dass eine neue Wirkungsstätte gesucht wurde.

 

Die Kirchengemeinde St. Franziskus in Bochum-Weitmar bot uns im Keller des Pfarrheims für erträgliche Kosten einen Treffpunkt an, der wegen seiner Möglichkeit zur totalen Verdunklung ausgezeichnet geeignet ist. Durch den frühen Beginn der Treffen ab 11:00 Uhr konnte der Austausch über technische Problemlösungen etwa mit Workshops aufgefangen werden.

 

Die Gruppe hat den Wandel von analoger zur digitalen Technik mit allen Hindernissen erlebt. Die ausgereifte analoge Technik von der Bildentstehung bis zur Präsentation der Bilder geriet ins Hintertreffen. Zwar haben dann einige Mitglieder als Vorreiter die digitale Fotografie begonnen, jedoch fehlte es an allen Enden an geeigneten Gerätschaften. Die hauseigenen Computer mussten mit Software für die Stereoskopie ausgestattet werden, die Präsentation war noch nicht möglich. Erst nach und nach wurde die Software und die Digitaltechnik entwickelt. Diese Entwicklung fand ohne Industrieunterstützung statt. Die Regionalgruppe Ruhrgebiet hat erst seit etwa 2008 zwei eigene Beamer, mit denen dann eine anschaubare Präsentation möglich ist.

 

Die kurze Hype in der industriellen 3D-Technik hat uns zwar beispielsweise 3D-fähige TV beschert, doch ist diese Phase vorbei. Ebenso ist das Angebot stereoskopischer Fotoapparate nur von kurzer Dauer gewesen. Mittlerweile bieten fähige Mitglieder der DGS durch Eigenentwicklung gebrauchsfähige Fotoapparate als Gespann an, die durchaus gute Ergebnisse bringen. Auch in unserer Gruppe wird erfolgreich die Entwicklung digitaler Technik für die Stereoskopie betrieben.

 

Für die analoge Technik wird es immer schwieriger geeignete Filme zu bekommen.